Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Während die Dragon schläfrig neben dem Orbiter im Raum schwebte, näherten sich zwei Patentraumkreuzer dem Orbiter boten einige Waren zum Tausch an und baten um einen Aufenthalt auf dem Orbiter für einige Reisende. Das was sich dann auf dem Orbiter abspielte, brachte Lena`s und Tramps Leben völlig durcheinander. Tramp und Lena befanden sich noch an Bord der Dragon als es auf dem Orbiter eine kurze Ausseinandersetzung gab. Sie befanden sich in der Pilotenkanzel der Dragon die einen Ausblick auf den Orbiter bot. Die vier Shuttles die an dem Orbiter andockten entließen eine Gruppe von 65 Amazonen, die sich für eine Weiterreise mehrere Wochen auf dem Orbiter aufhalten mussten. Das Personal das sich ähnlich ungeschickt verhielt wie bei Tramps Ankunft machte zum zweiten Mal die Erfahrung das es mit falschen Vorstellungen über ihre Mitmenschen den Orbiter betrieb. Tramp und Lena wurden durch einen Notruf aus ihrem romantischen Gespräch gerissen. Tramp beschloss mit Lena zurück an Bord des Orbiters zu gehen. Tramp steuerte den Shuttle auf die andere Seite des Orbiters um der direkten Auseinandersetzung vorerst aus dem Weg zu gehen. Die Wachen hatten kurz die Situation beschrieben wonach sich eine schwer bewaffnete Gruppe in den Terminalräumen verschanzt hatte. Lena funkte die beiden Schiffe an die sich noch in der Nähe befanden und deren Besatzung äusserte sich dahingehend das man keine Ahnung hatte was sich auf dem Orbiter abspielte. Auch Waffen könnten nicht im Spiel sein, da alle Personen vor dem Flug kontrolliert wurden. Lena und Tramp waren sich sofort im klaren darüber das mit dem Personal des Orbiters etwas nicht stimmte. Lena musste im Orbiter die Führung übernehmen da sie einiges hatte umbauen lassen und die Aufteilung nicht mehr mit den Orbitern der Koyahaga übereinstimmte. Lena hatte einige Freunde die mit ihr auf dem Orbiter lebten, auf die sie sich in geschäftlicher Hinsicht verlassen konnte und die mit der Informationsverteilung betraut waren. Lena machte über das Bordcom einen Treffpunkt aus versuchte herauszubekommen was passiert war. Als sie die Information erhielten das es sich bei den Angreifern um Amazonen handelte, machte Tramp sich allein auf den Weg um sich ein Bild von der Situation zu verschaffen. Er machte Lena den Vorschlag alle zuverlässigen Leute in der Energiezentrale zu versammeln und nach Möglichkeit alle Waffen unter Verschluss, aber greifbar zu halten. Lena verstand sofort die Intention dieser Idee und machte sich auf den Weg. Tramp beschloss die Andockstation zu überprüfen an der die Amazonen angekommen waren und fand dort mehrere Verletzte des Orbiterpersonals aber keinen Hinweis auf Waffen. Die Amazonen schienen sich durch das Labyrinth des Orbiters zu kämpfen und hinterliessen eine Spur aus Verletzten der er nur zu folgen brauchte. Auf ihn wirkte das ganze in erster Linie orientierungslos und das bestätigte sich nachdem er sie eingeholt hatte. auf seinen Anruf hin gingen die Amazonen nicht gleich zum Angriff über sondern verlangten nach Aufklärung über die Situation, da sich das Personal des Orbiters merkwürdig verhalten hatte. Die Amazonen waren eine Gruppe von Facharbeitern die auf einem Siedlerplaneten Hilfestellung leisten sollten und auf dem Orbiter ein paar Wochen Station machen mussten um mit einem anderen Frachter den Zielplaneten zu erreichen. Tramp machte der Sprecherin der Amazonen ein paar Zeichen und das Zeichen ob sie die Frage verstanden hatte. Sie nickte kaum merklich, und sie machten sich auf den Weg zum Treffpunkt mit Lena. In der Energiezentrale trafen sie auf 30 weitere Personen die mit Lena zusammen die Situation beratschlagten. Unter den Angestellten des Orbiters schien es eine Gruppe zu geben die sich ihre eigenen Gedanken über den Orbiter und dessen zukünftige Funktion machten. Niemand hatte das sehr ernst genommen da weder die wirtschaftlichen Vorraussetzungen gegeben waren noch liess sich der Orbiter aus dem System bewegen. Tramp beschloss die Leute so schnell wie möglich an Bord der Shuttles zu bringen da sie dort nicht direkt angreifbar waren und warten konnten bis jemand Kontakt mit ihnen aufnahm. Die beiden Frachter die die Amazonen an Bord gebracht hatten waren nach den Rückfragen sofort umgekehrt so das sie unter Umständen alle als Flüchtlinge aufnehmen konnten. An Bord des Orbiters befanden sich etwa achthundert Personen die sich mehr oder weniger häufig und lange dort aufhielten. Aus den Informationen die sie hatten liess sich nichts weiter ableiten und das Verlassen des Orbiters klappte ohne weitere Vorfälle. Tramp und Lena mussten abwarten ob sich jemand meldete und die Lage an Bord des Orbiters aufklärte. Um selbst Erkundungen durchzuführen war der Orbiter zu unübersichtlich. Lena und Tramp zogen sich mit einigen der Amazonen auf die Dragon zurück um die Lage einzuschätzen und um die Ereignisse bei der Ankunft der Amazonen zu analysieren. Danach waren sie vom Personal normal empfangen worden und plötzlich von einer Gruppe angegriffen worden die die Amazonen aber unterschätzte und in die Flucht geschlagen wurde. Als sich die ersten anderen Mitglieder der Besatzung des Orbiters meldeten klärte sich das Bild. Die Gruppe die den Orbiter offensichtlich übernehmen wollte hatte sich in die Vorratslager des Orbiters zurückgezogen und formierte sich dort als Verteidigungslinie. Sie täuschten in ihrer Argumentation einen Angriff auf den Orbiter vor, gegen den sie sich verteidigen müssten. Der Rest der nicht betroffenen Besatzung ging im wesentlichen ihrer normalen Beschäftigung nach, woraufhin Lena einen Alarmplan zur Evakuierung des Orbiters herausgab. Einige der Leute teilte sie zur Beobachtung ein und sie hofften den Orbiter so ohne Ausseinandersetzung räumen zu können. Die Gruppe hatte einen Anführer Namens Rottar der bisher nicht weiter aufgefallen war und jetzt Lena über Funk die Übernahme des Orbiters bestätigte. Tramp koordinierte die Shuttles zur Evakuierung und wies die Leute an sich für eine Befreiung des Orbiters freiwllig zu melden da sich eine bewaffnete Auseinandersetzung wahrscheinlich nicht vermeiden liess. Eine solche Unternehmung war unter diesen Bedingungen ein hohes Risiko, da sie nicht wissen konnten wie stark sich die Ideologie auch unter den anderen Mitgliedern der Besatzung verbreitet hatten und das diese bei dem Angriff nur den Kontakt zu ihrer Gruppe verloren hatten. Tramp verwarf diese Idee nach einiger Zeit und beschloss den Orbiter mit einigen Leuten ausser Betrieb zu setzen und die Angreifer so dazu zu zwingen den Orbiter zu verlassen. In den Docks des Orbiters befanden sich fünf Shuttles und eine kleine Rettungskapsel die Lena hatte umbauen lassen. Etwas Abseits vom Orbiter lag Lenas Raumschiff, das zur Zeit ausser Betrieb war, da Lena nicht vorhatte den Orbiter zu verlassen. Tramp beschloss zwei der Shuttles und das Rettungsschiff nach dem Stilllegen des Orbiters abzukoppeln so das sich die verbliebene Manschaft auf die zwei Shuttles beschränken musste. Für diese Aktion konnten sie einige der Amazonen gewinnen und auch einige der Orbiterbesatzung meldeten sich. Lena und Tramp benutzten den direkten Eingang über die Versorgungsschächte der Energiestation um in die Energiezentrale zu gelangen. Die Angreifer hatten offensichtlich aus einem Reflex heraus gehandelt und waren mit der Situation überfordert, denn sie hatten die entscheidenden Positionen des Orbiters nicht besetzt und befanden sich immer noch in den Frachträumen. Lena setzte als erstes die nicht besetzten Bereiche des Orbiters ausser Betrieb und liess dann den Orbiter seine Drehbewegung, die für Schwerkraft sorgte, einstellen. Lena hatte die zentralen Steuerungen des Orbiters nachbauen lassen und auf dem Orbiter versteckt so das sie nur die die Software löschen mussten um die Steuerung unbrauchbar zu machen. So konnte auch die Steuerung zerstört werden ohne das ein grösserer Schaden entstand. Die Gruppe um Rottar war offensichtlich völlig unvorbereitet in diese Situation geraten, denn das was über die Funkgeräte zu hören war, glich eher einer Gruppe von Kindern die sich einen Spass machten und schien nicht organisiert zu sein. So wurde die sofortige wieder Inbetriebnahme des Orbiters gefordert und Rottar als Ranghöchster der Orbitbesatzung ausgerufen. Lena unterbreitete Rottar, den sie nicht persönlich kannte, den Vorschlag sich mit den beiden Shuttles zu entfernen wenn er seine Situation wieder richtig einschätzte, sie erntete daraufhin zwar Gelächter, war aber die Information über die Shuttles losgeworden. Der Rest musste sich nach einer Weile von selbst ergeben. Da sich die Schwerkraft in den nächsten Stunden langsam abschwächen würde, hofften sie auf genügenden psychologischen Druck damit Rottar sein Vorhaben aufgab. Tramp und Lena zogen sich mit den Amazonen ganz auf die Dragon zurück und Tramp steuerte die Dragon in die Nähe von Lenas Raumschiff. Auf dem Rettungsschiff befand sich immer noch die Fernsteuerung die Lena hatte einbauen lassen um die Delphin von dort aus zu steuern und sie hatte die Fernsteuerung auch wieder in ihr eigenes Raumschiff einbauen lassen, so das sie die Pegasus jetzt von Bord der Dragon aus betriebsbereit machen konnte. Die Pegasus hatte im Gegensatz zu den Shuttles einiges an Bewaffnung aufzuweisen und im Geiste mussten sich alle Beteiligten mit dem Gedanken vertraut machen das es zu einer Auseinandersetzung mit vielen Toten kommen konnte wenn sich die Situation sich nicht klären liess. Der Funkkontakt zu den Besetzern des Orbiters ergab kein konkretes Bild der Situation aber die Stimmung schien Rottar die erwarteten Schwierigkeiten zu machen. Mit den Amazonen handelte Tramp inzwischen die Weiterreise aus, und die restliche Besatzung des Orbiters wurde von den beiden Frachtern zum nächstgelegenen besiedelten Planeten gebracht. Die Antriebe der Shuttles waren für weite Raumflüge nicht geeignet, aber relativ autark wenn sie an einen Raumfrachter angekoppelt waren. In der Gruppe um Rottar befanden sich auffallend viele Shuttlepiloten so das Tramp und Lena sich zunächst keine Gedanken über die Besetzer machen mussten. Das abwartende Verhalten Rottars brachte Tramp auf den Gedanken das sie unter Umständen mit einem zweiten Angriff rechnen mussten der von außerhalb des Orbiters kam. Tramp stellte die Langstreckenscanner der Dragon auf maximale Reichweite ein und fand sich bestätigt als er eine Gruppe von etwa zwanzig Raumschiffen ausmachte die sich dem Orbiter näherten und ihn in etwa einer Woche erreichen würden. Tramp und Lena beschlossen daraufhin den Orbiter fürs erste aufzugeben und sich ausserhalb der Reichweite der Angreifer zurückzuziehen. Lena und Tramp würde fürs erste nichts weiter übrig bleiben als den Orbiter aufzugeben da die Geschichte wohl zu stark eskalieren würde wenn sie jetzt Stellung bezogen und sich auf eine Raumschlacht einlassen würden. Auch wenn sich die Angreifer im Unrecht befanden würde das bei Kampfhandlungen die nicht notwendig waren, da sich die Gruppen ohne Gewalt getrennt hatten, zu einer eventuellen Auseinandersetzung vor einem Gericht führen. Auch wenn der Einflussbereich nicht immer zu spüren war achtete die menschliche Gemeinschaft doch auf ein gewisses Mindestmass an Kontrolle und es waren schon häufiger Raumschiffpiloten angeklagt worden die sich in solche Ausseinandersetzungen hatten verwickeln lassen. Lena flog mit der Pegasus zum nächsten System und Tramp wartete auf der Dragon, die wesentlich schneller als die Raumschiffe der Koyahaga war, die Ankunft der anderen Raumschiffe ab. Er bereitete die Dragon darauf vor einen Angriff zu provozieren um die Kampfbereitschaft seiner Gegner zu dokumentieren und späteren Aussagen den Boden zu entziehen. Als die Schiffe ankamen und in Waffenreichweite waren, wurde die Dragon sofort beschossen. Tramp startete sofort den Antrieb und folgte Lena. Seine Angreifer schickten noch einige Schiffe hinterher, aber die Beschleunigung der Dragon war zu gross um ihn ernsthaft in Gefahr zu bringen. Als Tramp und Lena sich wiederbegegneten war Lena genau wie Tramp gerade erst eingetroffen und hatte den Bewohnern die Situation mitgeteilt. Immerhin war der Orbiter zu einem zentralen Punkt für die Siedler geworden und der Angriff bedeutete in erster Linie einen Angriff auf die Lebensqualität der Siedler. Inzwischen hatte Lena auch herausgefunden das es sich bei den Angreifern um Piraten handelte die nach Rohstoffen suchten und schon diverse Planeten auf ähnliche Art und Weise überfallen hatten. Da das Universum eindeutig zu gross war um gegen solche Aktivitäten vorzugehen blieben die Piraten relativ unbehelligt und waren ausserdem zu einer ziemlich grossen Gemeinschaft angewachsen, die sich in der gesamten Milchstrasse verteilt hatten. Der Zusammenhalt dieser Gruppe basierte auf der mehr oder weniger abstrusen Ideologie bei der der Nichts hat, in der Entwicklungstufe über demjenigen steht der etwas hat. Das sich die Vermögensverhältnisse genau in dem Moment umkehrten, nachdem man sich das Vermögen anderer aneignete war dabei nicht weiter ausgeführt. In der offiziellen Einschätzung bildete die Ideologie nur den Deckmantel für Aktivitäten von Leuten, die sich der Piraten bedienten um ihre Geschäftsinteressen zu vertreten und ihnen den entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Das entsprach in etwa dem, was Lena und Tramp von Rottars Führungstil mitbekommen hatten. Die Situation liess sich also nicht mit den Mitteln lösen die Tramp und Lena offiziell zur Verfügung standen. Lena und Tramp beschlossen als erstes die Amazonen an ihren Bestimmungsort zu bringen und danach die Lage nochmal zu sondieren. Während dieser Zeit konnte Tramp auch ein paar Gespräche mit den Amazonen führen, die ihm einen Eindruck vermittelten was nach seinen Erlebnissen mit den Amazonen vor über 40 Jahren mit den Amazonen passiert war. Die Amazonen hatten einen ausgewachsenen Krieg mit einem Nachbarplaneten geführt ( eben jener auf dem Tramp auf die Amazonen getroffen war ) und den Planeten ihrerseits anektiert, nachdem die Siedler die Angriffe auf die Amazonen übertrieben hatten. Damit waren die Amazonen in den Besitz von mehreren Raumschiffen gekommen und hatten damit ihre Handelflotte aufgebaut. Die Amazonen sicherten für mehrere Planeten die Handelsgrundlagen, die ohne ihre Hilfe die Planeten hätten aufgeben müssen. Das war der Grund für das Eintreffen auf dem Orbiter. Nachdem die Amazonen ihren Bestimmungsort erreicht hatten, folgten mehrere Tage und Nächte Gespräche zwischen Lena und Tramp über die weitere Zukunft. Lena beurteilte die Lage sehr hart, da sie mit dem Abschalten des Orbiters mehrere Jahre Arbeit aufgegeben hatte und sie genau so lange brauchen würde den Orbiter wieder aufzubauen, falls sich die Piraten wieder zurückziehen würden. Tramp behielt allerdings dabei im Auge das die Piraten auch Einfluss auf die vom Orbiter bedienten Systeme genommen hatten und das diese sicherlich ein eigenes Interesse wahrnehmen würden um den Orbiter so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Lena beruhigte sich etwas und liess sich auf den Gedanken ein, bis sich die Lage wieder beruhigt hatte ihre Partner in den verschiedenen Systemen zu besuchen. Die Piraten mussten auf etwas bestimmtes aus sein, denn allzu offensive Aktionen hätten zu langfristige Wirkungen. Schiffe mussten stillgelegt werden, Besatzungen versorgt werden und irgendwann würde jemand herausfinden wo sich die Piraten versteckten. Lena wusste nicht was alles in die Systeme hinein oder herausgebracht wurde, also konnte es sich lohnen ein paar Fragen zu stellen. Die Nachricht über den Piratenüberfall hatte sich schnell herumgesprochen und Lena wurde überall freundlich empfangen und es stellte sich heraus das man bereit war den Orbiter unter Umständen zu befreien. Bei den Schiffen die in der nächsten Zeit den Orbiter erreichen würden handelte es sich um Transporte von Stahl und anderen Metallen da einige Planeten ihren Lebensstandard etwas heben wollten. Lena hatte es ohne es zu merken durch den Betrieb des Orbiters eine Hauptrolle als Vermittlerin zwischen den einzelnen Systemen übernommen auf die man ungern verzichtete. Nachdem Tramp sich das eine Weile mit angesehen hatte unterbreitete er Lena den Vorschlag die Mannschaft zu suchen die den Orbiter mit ihnen zusammen verlassen hatte. Über die Kommunikationseinrichtungen hatten sie zwar einige der Mannschaft erreicht aber die meisten hatten sich sofort auf die Suche nach anderer Arbeit gemacht und verteilten sich bereits auf die verschiedenen Systeme. Einige derjenigen zu denen Lena näheren Kontakt hatte, waren bereit Lenas Interessen auf dem Orbiter wahrzunehmen, wenn sich die Lage während der nächsten sechs Monate klärte. Bis der Orbiter wieder voll in Betrieb gehen konnte würde es etwa ein Jahr dauern. Tramp entschloss sich, Lena den Vorschlag zu machen, mit ihm die Sonnensegler zu besuchen. Inzwischen hatte er alles was er mit Geled ausgehandelt hatte, beschafft und die Dragon war randvoll mit Werkzeugen und Maschinen sowie jeder Art von Fleisch das er auf den Planeten auftreiben konnte. Um den Orbiter tatsächlich wieder in Betrieb zu nehmen musste Lena auch ihre Lebensplanung überdenken. Ihr Kinderwunsch war durch die Arbeit in den Hintergrund getreten und gerade bevor sich die Ereignisse auf dem Orbiter überschlugen, hatte sie darüber nachgedacht sich für eine Familie eine Weile zurückzuziehen. Irgendwie kam der Vorschlag von Tramp nicht ungelegen, da er nicht unbedingt abgeneigt zu sein schien sich mit Lena einzulassen. Lena beschloss sich ihren ehemaligen Chef etwas genauer zu betrachten und die Reise zu den Sonnenseglern mitzumachen. Ihre Rechte an dem Orbiter blieben auch erhalten wenn sie ihn aufgab, schlicht und ergreifend um sie zur Verantwortung ziehen zu können wenn etwas passierte. Also machte sich die Dragon wieder auf den Weg zu den Sonnenseglern. Auf der Reise kamen sich die beiden durch die vielen Geschichten und Abenteuer die sie sich zu erzählen hatten tatsächlich näher und beschlossen ihre Interessen miteinander zu verbinden. Die Tramp Handelsgesellschaft hatte einen reichlichen Überschuss erwirtschaftet als er die anderen Schiffe bei den Askalan gegen die Dragon eintauschte. Für Tramp begann mit der Anwesenheit von Lena irgendwie ein neues Leben das er sich eigentlich schon lange gewünscht hatte. Lena machte sich mit der Dragon und der neuen Navigationstechnik vertraut und konnte bald einige der Aufgaben übernehmen um Tramp etwas zu entlasten. Als sie bei den Sonnenseglern ankamen waren die beiden ein richtiges Liebespaar und die Entäuschung die er durch Shyanas plötzlichen Abgang empfunden hatte, vergessen.

 

Geled hatte Tramp bei der Abreise die Koordinaten des Treffpunktes an dem er das Schiff Geleds etwa finden würde wenn er zum angegebenen Zeitpunkt die Galaxie erreichen würde. Die Sonnensegler trafen sich in der Nähe des Zentrums der Galaxie und bildeten einen riesigen Verband von etwa 5000 Schiffen die sich in verschiedene Gruppen aufteilten und mit festgelegten Manövern verschiedene Muster bildeten. Die Gruppen die sich dabei am nächsten kamen, tauschten dann einige rituelle Gegenstände aus und eine festgelegte Anzahl der Besatzungen wechselte die Schiffe. Als Tramp die Sonnensegler über Funk anrief wurde er von Geled auf das richtige Schiff gelotst und diesmal schon auf der Platform von Shyana und Geled empfangen. In der Zwischenzeit hatten Geled und Shyana einiges an Aufklärungsarbeit geleistet und die Blicke die sie empfingen waren nicht mehr ganz so bedrohlich. An Bord des Sonnenseglers herrschte eine ganz besondere Atmosphäre und die Menschen ( das war Tramp jetzt klar ) liessen sich von ihr von einem Ereigniss zum nächsten treiben. Als erstes wurde das Fleisch das sie mitgebracht hatten mit der Dragon auf die einzelnen Schiffe versteilt und Tramp und Lena den verschieden Gruppen vorgestellt. das Ganze lief wie ein berauschender Film vor den beiden ab der sie in in eine fast beängstigend gute Stimmung versetzte. Lena und Tramp wurden überall freundlich empfangen und fühlten sich bald wie zu Hause. Das Ganze glich einem riesigen, gut organisiertem Festival mit Feuerwerk und Musik die auch für Lena und Tramp überwiegend angenehm klang. Für die Feuerweke die immer dann stattfanden wenn sich die Besatzungen austauschten wurde ein Teil der Aussenhülle durchsichtig gemacht und das Schiff wurde von einer phantastischen Klangwelt erfüllt, die etwas von der Gefühlswelt der Sonnensegler in den letzten Jahrtausenden wiedergab. Die Gespräche die Tramp und Lena führten, deuteten eine Wende in der Geschichte der Sonnensegler an. Geled war beauftragt worden sich mit der Technologie der Dragon zu beschäftigen und ob Tramp und Lena, an deren Anwesenheit sich auch Shyana erst gewöhnen musste, zur Vermittlung der Technologie bereit waren. Die Schiffe der Koyahaga waren zu langsam für die grossen Distanzen zwischen den Galaxien. Tramp entschied sich eine Gruppe der Sonnensegler mit zu den Askalan zu nehmen, damit sie sich dort vorstellen konnten, da er selbst nicht allzuviel dazu beitragen konnte um solche Schiffe zu bauen. Geled dachte eine Weile nach und beschloss dafür eine Gruppe zusammenzustellen die die Interessen der Sonnensegler gebündelt darstellen konnten. Die Dragon war mit einigen kleineren Umbauten die nicht allzuviel handwerkliches Geschick erfordeten, in der Lage etwa dreißig Personen ausser Lena und Tramp für mehrere Jahre zu beherbergen. Da Lena auf der Reise zu den Sonnenseglern schwanger wurde und die Feiern mehrere Jahre dauerten, wobei die beiden eine Einladung erhalten hatten an den Feiern bis zum Schluß teilzunehmen, beschlossen Tramp und Lena das Kind hier zur Welt zu bringen. Lena gefiel die Gesellschaft der Sonnensegler gut, da sie sehr ausgeglichen waren. Mit Shyana stand sie allerdings ein wenig auf Kriegsfuß, da sie sich einbildete das Tramp ihr ein wenig hinterhertrauerte. Shyana war ein wenig eifersüchtig und trietzte Lena gelegentlich. Immerhin war Tramp der Partner an den sie sich zuletzt angepasst hatte. Aber das ganze hielt sich in Grenzen und nachdem eine andere Gruppe Skyn ankam, die auch zu den Feierlichkeiten eingeladen waren, richtete sich Shyanas Aufmerksamkeit auf ihre eigene Spezies. Die Jahrhundertfeier der Sonnensegler zog verschiedene raumfahrende Lebensformen an, die das Treffen zum knüpfen von Kontakten nutzten. Tramp wurde mehrere Male auf die Dragon angesprochen deren Äusseres im starken Kontrast zu den üblichen Raumschiffsformen stand. Allerdings war das für die meisten nur der Aufhänger um ein Gespräch anzufangen, das sich dann um etwaige Geschäfte drehte. Tramp setzte sich schliesslich eine Nacht lang hin und stellte eine Art Katalog zusammen in dem ein Teil der Waren die er beschaffen konnte erklärt und beschrieben waren. Nach einer Weile hatte er selbst einen Stapel von Katalogen in der Hand wo alles aufgelistet war, was er bei den Freunden der Sonnensegler kaufen oder tauschen konnte. Zum grössten Teil waren das Energieeinrichtungen und Landwirschaftlicher Bedarf einschliesslich Tieren und Pflanzen. Allerdings war die Fülle an Informationen für Tramp allein mit den Möglichkeiten die er hatte, nicht gerade das was man sich wünschte, wenn man im Begriff war eine Familie zu gründen. Als er mit Lena darüber sprach, erklärte sie sich für verückt einen Faulpelz zum Vater ihres ersten Kindes gemacht zu haben. Das dauerte eine Weile und einige Flaschen besten Schnapses und einige längere Gespräche mit Geled bis er wieder ansprechbar war. Für ihn war klar gewesen das sie sich auf irgendeinen Planeten zurückziehen würden und der Dinge ihren Lauf lassen würden. Insgeheim spekulierte Tramp dabei auf den Verkauf des Orbiters an eine noch zu gründende Firma die ihren Stammsitz auf den Planeten hatte, die Lena damit versorgt hatte. Im Grunde genommen war der Orbiter in diesem System eine Marktlücke, die kaum eine Aussenwirkung hatte. Tramp und Lena hofften das der Orbiter nicht beschädigt worden war. Eines Tages kam Geled mit einer Einladung zu einer Jagdveranstaltung zu ihm bei der er darauf baute das sie die Dragon dazu benutzen konnten, da sich der Planet auf dem das ganze stattfinden sollte etwas weiter entfernt befand. Der Anlaß war ein Streit zwischen mehreren Sonnenseglern gewesen die über die Debatte um die maximale Grösse einer der Tierarten derartig aneinander geraten waren das das Ganze nur noch zu schlichten war, indem man den Planeten schnellstmöglich besuchte. Lena hatte sich inzwischen mit einigen der Frauen auf dem Sonnensegler angefreundet die ihr auch bei der Geburt des Kindes zur Seite stehen sollten, und willigte in die Trennung ein.

 

Der Planet war etwas kleiner als die Erde und das Verhältnis von Wasser- und Landfläche betrug etwa 50 % allerdings war der Planet wesentlich wärmer . Die Vegetation bestand aus mehreren Arten von Bäumen die in den meisten Fällen von Parasiten besiedelt waren. Die Beute auf die sie es abgesehen hatten, war, wenn man es auf eine Art der Erde übertrug, so etwas wie eine Raubkatze. Sie hatte eine Höhe von 1,5 Metern und eine Länge von drei Metern. Ihre Hauptbeute waren so etwas wie im Wasser lebende Schweine und etwas das entfernt an ein Pferd erinnerte. Das interessante an der Jagd war eigentlich, das man nicht der Jäger war sondern die Beute. Die Gruppe bestand aus 15 Personen einschliesslich Tramp. Sie mussten sich wie eine kleine Rotte verhalten, um die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich zu lenken. Die Katzen benutzten ihre äusserst präzisen Sinne um zu jagen und das taten sie in Gruppen von bis zu 10 Tieren. Sie umkreisten ihre Opfer so, das man von Zeit zu Zeit ihren Geruch wahrnahm, die Tiere des Planeten verhielten sich dann meist wie eine Herde Gänse die alle auf dem Haufen standen und den Angrif erwarteten. Die Katzen schickten dann einen vor, der Beute machte, und der Rest hielt die anderen in Schach, so das sie sich mehrere Zyklen lang mit Nahrung versorgen konnten.

 

Als die Gruppe auf dem Planeten ankam, war es gerade Nacht. Sie benutzten ein festes, für diese Zwecke vorgesehenes Fort als Unterkunft, das aber so primitiv gehalten war das Tramp sich wie in die Urzeit des Menschen zurückversetzt fühlte. Die Sonnensegler unterhielten sich hauptsächlich in ihrer Sprache und konzentrierten sich auf den bevorstehenden Jagdausflug. einer der Sonnensegler übernahm die Führung der Gruppe und mittels Geled als Übersetzer wies er Tramp in seine Aufgaben ein. Als Waffen wurden Vorderlader mit einem aufgestecktem Bajonet eingesetzt . Da niemand vorher wusste wer von ihnen als Opfer ausgesucht wurde, musste eine eine bestimmte Formation eingehalten werden um möglichst schnell einen Treffer zu landen wenn eine der Katzen angriff. Sie bewegten sich sehr schnell durch den Wald, da sich kaum Vegetation am Boden befand. Als die Sonne aufging waren sie auf einem Plateau angekommen das die notwendige Übersicht bot um einen Angriff der Katzen abzuwehren. Gelegentlich hatte Tramp schon den scharfen Geruch in der Nase gehabt und hier und da schien ein Schatten zwischen den Bäumen hin und her zu huschen. Sie mussten fast einen Tag und eine Nacht warten bis sich die Katzen das erste Mal zeigten. Sie waren wesentlich bedrohlicher als sich das nach den Beschreibungen der Sonnensegler angehört hatte und die Vorgehensweise entsprach wohl auch nicht immer dem wie man es ihm erklärt hatte. Die Tiere hatten die beschriebene Grösse, waren aber extrem muskulös. Der Kopf glich dem eines grossen Hundes und im Maul sass eine beindruckende Anzahl riesiger Zähne. Die Tiere formierten sich zu mehreren Scheinangriffen um die Gruppe zusammenzuhalten. Sie mussten sich dabei auf die Choreographie des Jagdführers verlassen, mit der er die Tiere zu einem möglichst authentischen Jagverhalten provozieren wollte. Etwa die Hälfte der Männer hatte schon einmal an dieser Jagd teilgenommen, war aber genauso angespannt wie der Rest der Gruppe. Wie sich herausstellte war derjenige der den Streit angefangen hatte noch nie dabeigewesen und hatte die Erzählungen anderer zu seiner eigenen Geschichte zusammen gestrickt. Das brach alles aus ihm heraus als die Tiere ihre ersten Scheinangriffe ausführten. Unter den Erfahrenen gab es darauf hin ein schallendes Gelächter das beinahe die Tiere vertrieben hätte. Die Katzen blieben ab jetzt die ganze Zeit sichtbar.

 

Als ich aufwachte, wusste ich sofort das etwas nicht stimmte. Geled und die anderen schliefen noch wahrend die beiden Wachen sich leise unterhielten. Ich hatte deutlich den Geruch eines Tieres in der Nase das den leicht fauligen Geruch verwesenden Fleisches verströmte. Ich machte mich bei den beiden Wachen bemerkbar. Ich gab ihnen ein paar Zeichen um mich verständlich zu machen. Sie deuteten darauf hin an das ihr Gespräch sich um das gleiche Thema drehte und sie im Begriff waren die anderen zu wecken. Der Jagdführer schlief direkt zu meiner linken, weshalb ich ihn nur leicht schütteln musste damit er aufwachte. Als ich ihn mit ein paar Zeichen den Grund dafür anzeigte, war er sofort hellwach. Er zeigte sofort an, das wir die anderen so leise wie möglich wecken sollten. Der Geruch wurde immer intensiver. Wir hatten uns auf dem Plateau direkt an der Abbruchkante ein Lager eingerichtet. Es war fast Morgen und über dem Waldrand war schon der erste Schimmer der Morgendämmerung zu sehen. Die Abbruchkante des Plateaus fiel in eine Ebene ab, auf der sich eine scheinbar endlose Graslandschaft hinzog. Der Jagdführer hatte uns angewiesen falls etwas schief ging, die Abbruchkante hinunterzuspringen. Darauf wies er uns jetzt nocheinmal hin. Die Sonne ging langsam auf und lies einen Teil des Waldes für uns unsichtbar werden. Der Jagdführer stieß einen scharfen Ruf aus und im gleichen Moment kammen mehrere grosse Tiere aus dem Wald. Sie glichen in etwa den Katzen die wir jagen wollten, waren aber etwa doppelt so gross. Da sie zielstrebig auf uns zuhielten, war uns sofort klar das jede Gegewehr erfolglos sein würde. Der Jagdführer gab den Befehl zum Absprung und ohne weiter zu überlegen sprangen wir über die Abbruchkante. Da das Plateau überwiegend aus Sand bestand, hatte sich eine weiche schiefe Ebene gebildet die unseren Sturz leicht auffing. Kurz bevor ich absprang, schien es mir, als ob dort jemand auf einem der Tiere saß, aber dann war ich schon hinter der Abbruchkate verschwunden. Der Sturz kam mir endlos lange vor und ich überschlug mich ein paarmal bevor ich mit jeder Menge Sand im Mund und in den Augen wieder die Orientierung fand. Wir waren etwa 10 Meter tief gefallen und keiner schien verletzt zu sein. Vor uns lag noch etwa 100 Meter Abhang den wir jetzt langsam hinunterstiegen. Ich war jetzt besonders angespannt, da ich das was der Jagführer erzählte, nicht verstehen konnte, und Geled zu sehr damit beschäftigtwar, sich auf den Abstieg zu konzentrieren. Er erklärte mir kurz das er mir das weitere bei der nächsten Pause erzä

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?